am 7. Oktober 2013

Angekommen mitten im Projektalltag

Vor vier Wochen sind Johanna und ich nach einer 28 stündigen Reise, am Flughafen in Santa Cruz angekommen und von Karina und Rosmeri freudig empfangen worden. Über die holprigen, ebenen Straßen ging es dann auch schon gleich weiter zum Haus des Segens, wo wir sehr herzlich willkommen geheißen wurden. Uns wurden gleich die lieben Nachbarn und Köchin Marta vorgestellt.

Andrea mit Monchi

Das Haus liegt fast geschützt am Ende der Straße und dahinter befindet sich ein schöner Grünstreifen. Karina zeigte uns allerhand, wies uns in Tätigkeiten im Alltag, in Abmachungen, Verhaltensregelungen (wo wir uns z.B.: besser nicht aufhalten sollten), in Gefahrenbereiche ein und wir besuchten zwei Familien. Wir wurden sehr nett aufgenommen und die Mama machte mit uns leckere Empanadas. Ihr Bub, welcher behindert ist, hat von Famundi einen speziellen Sessel bekommen, in dem er gut sitzen kann.

In der zweiten Familie hatte ein Mädchen Geburtstag, den wir gemeinsam feierten. Die Armut,  der Lebenszustand der Menschen, der Müll auf der Straße, hier sind für mich sehr gewöhnungsbedürftig und nicht leicht zu akzeptieren. Mit Leonor fuhren wir in die Stadt um uns um unser Visum zu kümmern. Man kann einmal nach drei Monaten, wieder für drei Monate verlängern, anschließend muss man für den Aufenthalt bezahlen. Um ein Jahresvisum zu Erlangen, muss man einige „Stationen“, wie Arztuntersuchung… machen, um dies beantragen zu können.

Kindergarten bemaltIm Kindergarten stürmten die Kinder fröhlich auf uns zu und wir hatten zu tun, nicht den Halt zu verlieren. Auch hier wurden wir sehr lieb aufgenommen und Mari Luz, die Leiterin erklärte uns wie es im Kindergarten so abläuft, dass es für jedes Monat ein vorgegebenes Thema gibt, welches in der Gruppe von der Tante durchgemacht werden muss. Die Kinder bekommen ein nährreiches und gesundes Frühstück, ein Mittagessen (danach ist Rastzeit, die Kinder werden anschließend umgezogen und an heißen Tagen Auch geduscht ) und eine Nachmittagsjause. Der Kindergartentag fängt um 7 Uhr an und um ca. 16:30 versammeln sich die Kinder vor der Tür und warten darauf abgeholt zu werden. Um 17 Uhr ist der Kindergartentag zu Ende. Im Garten, der sehr bunt gestaltet ist, gibt es Schaukeln, Rutschen, Wippen, ein Sitzreckteck mit Autoreifen und ein Drehgestell. Die Kinder genießen es sehr dort herumzutollen oder auch Gemeinschaftsspiele zu spielen.

Andrea

Die Aufstockung, der voraussichtlich bereits im November fertig sein soll, geht sehr rasch voran und es freuen sich schon alle darauf zwei Gruppenräume mehr zu haben. Im Hort hat es gerade einen Personalwechsel gegeben und die neue Tante wurde von den Kindern gut aufgenommen. Von der Köchin Rita bekommen die Vormittagskinder zu Mittag und die Nachmittagskinder zu Abend ein gutes nährreiches Essen. Die Kinder genießen es sehr, nach der Hausübung um ca. 17 Uhr noch an der frischen Luft im Hof zu spielen oder sich drinnen mit einem Spiel zusammenzusetzen.

Kindergarten erste Schritte

Am Samstagabend findet immer ein Jugendtreff statt, zu dem ca. 10-12 Jugendliche kommen, um gemeinsam Themen zu besprechen, Gemeinschaftsspiele zu spielen und um sich auszutauschen. Zurzeit nehmen wir diese Vorbereitungen in die Hand und später entsteht vielleicht einmal ein Jugendgruppenteam, welches sich regelmäßig trifft und die Treffen vorbereiten.

Kindergarten gracias

Über Andrea K.

Ich heiße Andrea Kriechbaumer, bin 21 Jahre alt und komme aus Wartberg an der Krems (Oberösterreich). Meine Geschwister heißen Maria, Johannes und Elisabeth und sind alle alter als ich. Sehr gerne gehe ich Laufen, Wandern, Radfahren, Schwimmen, Spazieren, Spiele Gitarre, treffe mich sehr gerne mit Freunden, bin mit Begeisterung beim Roten Kreuz und unternehme sehr gerne Ausflüge mit dem Zug. 2012 habe ich in der BAKIP der Kreuzschwestern maturiert. Ein Jahr habe ich im Caritashort in meinem Nachbarort Kremsmünster als Stützpädagogin gearbeitet. Seit meine Schwester für ein halbes Jahr in Brasilien in einem ähnlichen Projekt gearbeitet hat, ist der Wunsch in mir verankert, auch einmal diese Erfahrungen machen zu können. Hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, für sie da sein zu können, viel Neues kennen zu lernen und eine ganz andere Mentalität, Lebensweise und Kultur zu erfahren.

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Santiago