am 7. Oktober 2012

iVamos a la Feria!

Gegen das bolivianische Essen kann ich bisher nichts einwenden. Im Hort sowie auch im Kindergarten sind die Köchinnen Meister ihres Fachs. Was man hier gerne ist, sind Reis, Kartoffeln, Huhn und Soja. Aus Soja wird oft ein Getränk namens „Chicha“ gemacht, das allerdings nicht unbedingt meinen Geschmacksvorstellungen entspricht. „Empanadas“ hingegen, sind köstliche frittierte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, die mein Herz im Sturm erobert haben.

Zweimal wöchentlich ist Markttag, „Feria“ genannt. Dort wird von Nahrung bis zu Kleidung alles auf der Straße und zu billigen Preisen verkauft. Man schlängelt sich durch die vielen Stände und Obstsorten die am Boden aufgelegt sind, an den verhandelnden Bolivanern vorbei, die Straßenhunde hocken winselnd und sabbernd vor den Fleischstücken und einige bieten ihre Waren auf kleinen Tabletts an während sie rufend und Zahnbürstenoder Süßigkeiten anpreisend durch die Menge spazieren. Die Bolivianer sitzen oft zu dritt neben ihrer Ware während sie sich gemütlich unterhalten oder Orangen schälen die dann verkauft werden. Wir kauften verschiedenstes Obst und Gemüse. Beim Herausgeben des Geldes greifen die Frauen in ihre Schürzentasche und ziehen ohne hinzusehen und langes Herumsuchen das richtige Geldstück heraus. Ich bin ein Mensch, der gern alles gleich dokumentiert, also fotografiert oder aufschreibt und deshalb ließ ich es mir natürlich nicht entgehen einige Fotos zu machen. Im Nachhein erfuhr ich allerdings, dass ich Glück hatte ohne Zwischenfälle nach Hause zu kommen. In Bolivien gibt es nämlich viele Naturreligionen, in denen es verboten ist Fotos zu machen, da das die Seele der Menschen zerstöre. Gut zu wissen…

Über Christa K.