am 16. Dezember 2013

Nikolaus in FAMUNDI

In Bolivien sind der Hl. Nikolaus und der Hl. Martin eher unbekannt und auch das Besuchbekommen vom Hl. Nikolaus und ein Martinsumzug sind nicht üblich.
Für uns sind diese schönen Bräuche von großer Bedeutung und uns war es ein großes Anliegen, diese Freude die wir schon als Kinder an diesen Tagen spürten, weiter zu geben.
Wir suchten uns eine Laternenanleitung aus dem Internet raus, welche nicht zu schwierig für die Kinder war und wobei nicht zu viele Materialien benötigt wurden.
Wir bereiteten die verschiedenen Teile der Laternen vor und die Kinder schnitten, klebten und gestalteten sie fertig.
In der letzten Woche bastelten wir diese, auch mit der Hilfe von Nelida (Horttante), im Hort und auch bei Manana de los ninos.
Wir dachten uns einen Nikolaussackerlbehälter aus Klorollen aus.
Diese wurden mit den Kindern bei Manana de los ninos und im Hort gebastelt und zu Letzt füllten wir sie mit einem Süßigkeitensäckchen.
Auch im Kindergarten wollten wir den Nikolaus nicht unvergessen lassen.
Daher wurden für jedes Kind kleine Säckchen vorbereitet.
Gemeinsam mit den Kindern probten wir Advent- und Nikolauslieder („ Les anunciamos el adviento“, „Yo voy con mi linterna“ und „Estemos alegres y animados“), welche uns Karina Trinkl ins Spanische übersetzte und die Noten umschrieb, damit sie zum Text passten.
Am Vortag machte unsere „Hausmama“ noch einen leckeren Kuchen und wir bereiteten am selben Tag noch kleine Brothäppchen vor.
Am 5. Dezember in der Früh, machten wir uns mit dem Bus, unserem ausgeborgten Nikolauskostüm und mit der Gitarre auf zum Kindergarten.
Dort angekommen versammelten sich alle Kinder im Kreis.
Wir erzählten den Kindern die Geschichte vom Hl. Nikolaus, sangen Lieder und bekamen Besuch von ihm (Marlene verkleidete sich).
Die Kinder, welche zuvor noch nie eine solche Gestalt zu Gesicht bekommen haben, wurden kurz etwas sprachlos und schüchtern.
Aber das legte sich schnell wieder und sie empfangen freudig und dankbar die kleinen Geschenke. Bei uns im Hof von Familia Feliz trafen wir uns mit den Familien um 17 Uhr und mit der Zeit trudelten immer mehr ein. Die FAMUNDI-Kinder kennen den Nikolaus schon, weil er seit Jahren immer ins Haus des Segens kommt um die Kinder zu beschenken.
Zum Schluss waren es ca. 60 Kinder und 30-40 Erwachsene.
Wir probten noch kurz die Lieder und teilten die Laternen aus.
Leider ging so ein starker Wind, sodass die Kerzen nicht lange brannten und immer wieder erloschen. So machten wir uns ohne Lichter, aber dafür singend und Gitarre spielend auf den Weg zur 1. Station.
Eduardo lernten wir am Nachmittag noch die Lieder und so konnte er uns mit seiner Gitarre im Gehen begleiten.
Beim Haus Oasis de la paz, feierten wir eine kleine Oracion, eine Gebetszeit.  Es wurden Fürbitten von Kindern vorgetragen, gemeinsam gebetet und gesungen.
Anschließend gingen wir zur 2. Station, welche sich in San Nicolás (Nachbarhaus) befand. Dieses Haus wurde nach dem Heiligen Nikolaus benannt, weil Anna-Maria es vor einigen Jahren am 6. Dezember gekauft hat.  Dort wurde Fernando, welcher sich als Nikolaus verkleidete, freudig von den Kindern empfangen.  Er las die Geschichte vom Hl. Nikolaus vor und wir machten uns mit ihm an der Spitze auf zum Haus des Segens.
Es wurden die Nikolausrollen an die Kinder ausgeteilt und anschließend ließen wir noch den schönen Abend bei Kuchen, Brötchen und Saft gemütlich ausklingen.

Über Andrea K.

Ich heiße Andrea Kriechbaumer, bin 21 Jahre alt und komme aus Wartberg an der Krems (Oberösterreich). Meine Geschwister heißen Maria, Johannes und Elisabeth und sind alle alter als ich. Sehr gerne gehe ich Laufen, Wandern, Radfahren, Schwimmen, Spazieren, Spiele Gitarre, treffe mich sehr gerne mit Freunden, bin mit Begeisterung beim Roten Kreuz und unternehme sehr gerne Ausflüge mit dem Zug. 2012 habe ich in der BAKIP der Kreuzschwestern maturiert. Ein Jahr habe ich im Caritashort in meinem Nachbarort Kremsmünster als Stützpädagogin gearbeitet. Seit meine Schwester für ein halbes Jahr in Brasilien in einem ähnlichen Projekt gearbeitet hat, ist der Wunsch in mir verankert, auch einmal diese Erfahrungen machen zu können. Hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, für sie da sein zu können, viel Neues kennen zu lernen und eine ganz andere Mentalität, Lebensweise und Kultur zu erfahren.

zum Volo-Blog von Andrea K.

Der Nikolaus verteilt Geschenke
Nikolaus im Haus des Segens