am 27. März 2014

Qué te vaya bien!

Am Montag, den 17.0.14, feierten wir ein großes Fest im Haus des Segens, da Sophie, eine von uns Volontärinnen, bald ihre Rückreise nach Österreich starten würde.

Die Vorbereitungen gestalteten sich folgendermaßen: Geheime Treffen bei Abenddämmerung mit einem begnadeten gerade mal 16-jährigen Panflötenspieler, zwei geradezu professionellen Gitarristen, einer Trommlerin erster Klasse, einer sechsköpfigen Gruppe athletischer Tänzer plus meine Wenigkeit: die beste Rasslerin, die Bolivien wohl je zu Gesicht bekam.
Kurz gesagt und diesmal wirklich ohne Übertreibung formten wir eine nette musizierende als auch tanzende Gruppe, die Sophie den Abend durch ein typisches bolivianisches Lied und einer kleinen Tanzeinlage versüßen würde.

Vorher mussten natürlich Kostüme ausgeborgt werden, wäre ja nur halb so schön, tanzten wir in unserem Alltagslook zu den erdigen Klängen der Panflöte. Da mussten schon ein paar lila Kleider mit Stickmustern, latzartige ebenfalls bestickte Stoffstücke die mit riesigen ! (vielleicht gibt es das gar nicht in Österreich) Sicherheitsnadeln befestigt wurden, Hüte mit faschingsartigem Schmuck, Mützen in bunten Farben und eine Art Mutation eines Schales, den man sich – so wurde uns das zumindest erklärt – um die Hüfte binden sollte.

Die Zuckerseite des Abends zeigte sich also nicht nur durch bewegende Reden, musikalische Darbietungen, nettes Zusammensitzen mit Chicha (eine Art Saft), Empanadas und Kuchen, nein, wir konnten sogar mit fabelhaftem Aussehen auftrumpfen und Sophie zu lachenden Tränen rühren.

Als Special und weitere Erwartungen übertreffendes Detail hatte einer der Jugendlichen sogar ein Lied für Sophie geschrieben, dass wir zwar offen gestanden sehr falsch, dafür aber mit umso mehr Liebe vortrugen.

Nach dem Sprichwort „mehr ist immer mehr“ ging es schließlich weiter mit einer Powerpoint-Präsentation, die als Projektion auf einer blassen Wand ein halbes Jahr unmöglich nacherzählbarer Momente in Farben festhielt.

Man umarmte, küsste Wangen, gab letzte Briefe von Hand zu Hand, lachte über gerade eben geschossene Fotos und hinterließ Spuren in Form von schönen Erinnerungen, die das Haus des Segens in seinen Mauern beherbergt und für immer unvergessen macht.

¡Qué te vaya bien y buen viaje! ¡Te vamos a extrañar querida amiga!

Über Marlene Klotz

Mein Name ist Marlene Klotz und ich bin 19 Jahre alt. Ich komme aus Wals (bei Salzburg) und bin von Anfang Oktober bis Ende Maerz beim Projekt Famundi als Volontaerin dabei. Im Juni 2013 habe ich am Musischen Gymnasium maturiert und freue mich jetzt sehr nach dieser stressigen Zeit in Bolivien angekommen zu sein und hier in vielerlei Hinsicht so viel Neues zu erleben!

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Santiago