am 29. Oktober 2012

Samaipata

Ein Wochenendausflug nach Samaipata. Leute, es zahlt sich echt aus!
Samaipata ist ein stilles und verträumtes kleines Örtchen, wo man einfach nur dort ist und chillt. Punkt
Verena und ich haben in einer billigen aber sehr schönen Herberge geschlafen. Es war eher ein Garten mit Lehmhütten und einem Rasen für Zelte. Alles war sehr sehr fantasievoll verzeirt, so waren zum Beispiel Flaschen in allen möglichen Farben in die Wand eingelehmt. Wegen dem guten Preis waren dort auch sehr viele Hippies vorzufinden, aber das sind gute und vor allem sehr gechillte Leute. 🙂
Am Samstag in der Früh sind wir dann zum „El Fuerte“ aufgebrochen. Die Landschaft ist fast wie in Österreich: Berge, Bäume die wie Fichten aussehen und das Geräusch einer Motorsäge. Dann sieht man wieder einen alten Traktor auf der Straße fahren..und da soll ich glauben, dass ich in Bolivien bin! 😉
Am Nachmittag sind wir dann zu den Wasserfällen gefahren, genannt „las cuevas“. Muy bonito, ich sags euch! Man fährt hin und genießt das Leben. Es gibt Berge, eine unglaublich schöne Aussieht und Sand wie am Meer! 🙂 Das Wasser des Flusses ist allerdings mehr braun als sonst was 😉
Ein Abenteuer war die Hinfahrt zu den Wasserfällen: Bevor wir losfuhren handelten wir noch den Preis ein bisschen herunter weil die Leute grundsätzlich zuviel verlangen. Während der Fahrt fragt mich plötzlich der Taxler ob ich auch Autofahren kann.Ich sage „Ja sicher“ und er fragt weiter ob ich in Bolivien auch schon mal gefahren bin.ich verneinte und erklärte das ich außerdem viel zuviel Angst hätte,weil die Leute hier einfach irgendwie fahren, wie es gerade passt und weil die Straße nicht gerade die breiteste und beste ist.
Aber irgendwie hat mich der Fahrer überedet und dann war ich die Taxifahrerin. Natürlich bin ich tranquilo gefahren und ich wurde von allen möglichen Fahrzeugen überholt, wie Pferdekutsche etc 😛 😉 aber wir sind angekommen ohne dass das Auto einen größeren Schaden davongetragen hätte 😉
Bei der Rückfahrt merkten wir wie besonders man ist wenn man wie Verena lange blonde Haare  oder blaue Augen hat. Der Taxler hat bei fast jeden Menschen gehupt bei dem er vorbeigefahren ist mit der Erklärung, das sei ein Freund oder dieser oder jener und man grüßt sich so. naja.
Die Rückfahrt dauerte ca doppelt so lang weil er beim Erzählen oder beim Reden oder wegen seiner vielen Freunde so langsam gefahren bzw fast stehengeblieben ist. und/oder weil er die Fahrt so lange rauszögern wollte…
Danach drehte er noch eine Extratour durch das Örtchen um allen zu zeigen wer mit ihm im Auto mitfährt 😉 Naja vll übertreiben die Taxler immer so…

Ein weiteres Erlebnis, das uns sehr ungewohnt war:
Am Abend schlenderten wir noch ein bisschen durch das Örtchen. Plötzlich hörten wir Musik von einer sozusagen bolivianischen Musikkapelle. Wir gingen dem Geräusch nach und sahen neben der Straße einige Musikanten die vor einem wunderbar (aber etwas kitschig) geschmückten Raum saßen. Wir vermuteten ein Hochzeitsfest oder so was Ähnliches. Als wir aber vorbeigingen sahen wir eine Muttergottesstatue auf einem Thron oder Altar stehen. Natürlich war die Statue sehr (bolivianisch) geschmückt um es auf den Punkt zu bringen 😉
naja dann gingen wir unseres Weges. Lustigerweise hörten wir am Sonntagmorgen auf dem Weg zur Hl. Messe wieder die gleiche Musikkapelle. Keine Ahnung die haben vielleicht die ganze Nacht durchgespielt. Wir gingen in die Kirche und dann hörte man die Muskgruppe immer näher kommen und in einem richtigen Umzug zog die festlich gschmückte Muttergottesstatue in die Kirche ein.
Nach der Messe zog die Statue begleitet von fast allen Kirchenbesuchern wieder in ihr Haus zurück, natürlich nicht ohne ihre treue Musikkapelle 😉

 

Über Maria L.

ich bin maria, bin 18 jahre alt und wohne derzeit in santa cruz, bolivien. hab nach der matura beschlossen ein volontariat bei familia feliz alias famundi zu machen.

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Santiago