am 15. Oktober 2015

Volo-Blog von Friederike

Wieder ist eine Woche um und wieder bin ich reicher an Erfahrungen, Bekanntschaften und Wissen. Zum einen hat sich der Back-Workshop dem Ende zugeneigt. Dies wurde wie es für die Bolivianer üblich ist, mit einem riesigen Buffet bestehend aus allen gelernten Nachspeisen und der Zertifikatübergebung gefeiert.

Auch die Hängematten, die nun über einen Monat lang von den fleißigen Mitgliedern FAMUNDIs gewebt wurden sind nun fertig (und wunderschön) geworden. Natürlich wurde auch das mit einem großen Buffet gefeiert.

Außerdem freut es mich zu erzähen, dass diese Woche eine neue Voluntärinnen, namens Susanna, angekommen ist. Susanna war vor sieben Jahren schon einmal hier und wird nun für ein paar Tage bleiben um uns zu unterstützen. Um ihre Ankunft zu feiern: wieder ein Buffet.

Damit wir jedoch die vielen Kalorien, die wir durch die ständigen Buffets zunehmen, wieder runterbekommen, versuchen wir uns immer wieder sportlich zu betätigen. Neben der halben Stunde Sport am Morgen, die wir Voluntärinnen eingeführt haben, habe ich mich nun auch erstmals darin versucht die Sportlehrerin für die Kindergartentanten zu spielen. Denn um fit zu bleiben, haben wir eine Stunde lang ein Bauch-Beine-Po-Workout in Angriff genommen, wobei ich ihnen viele Übungen zeigen konnte. Bedingt durch die Hitze und dem Fakt, dass die Leute hier nicht viel Sport betreiben, kamen wir hierbei ganz schön ins Schwitzen, aber es hat sich gelohnt!

Des Weiteren konnten wir diese Woche auch den Jugendlichen des Projektes helfen, denn ihr Schuljahr neigt sich dem Ende zu und viele von ihnen müssen als Abschluss ein englisches Lied singen können. Das ist für sie nicht gerade einfach, da vielen hier Englisch sehr schwer fällt und das Niveau in der Schule nicht mit dem Europäischen zu vergleichen ist. Dennoch haben sie es mit ein bisschen Hilfe schnell gelernt. Aber nicht nur wir, sondern auch die Jugendlichen können uns viel beibringen: am Samstag durften wir beispielsweise einem sehr interessanten Vortrag eines jungen Mitglieds zum Thema Bildung zuhören. Am Sonntag dann halfen wir fleißig mit verschiedenstes

Brot zu backen, damit die Jugendlichen dieses verkaufen und somit Geld für das Behindertenheim Santa Theresa sammeln konnten.

Außerdem hatten wir wieder einmal Supervision, bei der wir mit der Psychologin Caterine, über unsere Gefühle, Sorgen und Probleme reden konnten. Für mich ist es immer sehr schön mit einer so verständnisvollen und einfühlsamen Person meine Gedanken teilen zu dürfen. Außerdem ist Caterine sehr darauf bedacht, dass wir unsere Gemeinschaft unter uns Voluntärinnen stärken, weswegen sie uns immer wieder kreative Übungen oder aber auch einfach nur Zeit zum Reden gibt. Die Woche schlossen wir mit einem sehr netten Besuch bei Mary-Luz, der Leiterin des Kindergartens, ab. Dort wurden wir mit jeglichem Gebäck verköstigt (wie sollte es auch anders sein) und hatten Zeit um mit ihr und ihrer Familie zu quatschen.

Alles in allem war es wieder einmal eine gelungene Woche in der ich viel beisteuern, aber auch lernen konnten.

 

Über Anna-Maria Marschner

Gründerin und Obfrau von FAMUNDI

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Santiago