am 21. Dezember 2015

Volo-Blog von Gloria

Voloblog 16.11 – 22.11

Diese Woche war fuer mich eine sehr anstrengende, aber trotzdem sehr produktive Woche. Anstrengend, denn schon am Montag Morgen fing die Woche turbulent an. Warum? Weil eine FAMUNDI-Mutter super aufgeloest in das FAMUNDI Haus kam und sich bei mir ausweinte. Kurz zusammengefasst ging es darum, dass die Schuhe fuer ihren Sohn, die FAMUNDI ihr als Weihnachtsgeschenk gekauft hatte (natuerlich mit der Mutter), zu klein waren und sie die schuhe nicht umtauschen konnte. Nachdem mir diese Geschichte nicht mehr aus dem Kopf ging, schaffte ich es aber im Laufe der Woche, die Schuhe umzutauschen – das klingt jetzt sehr einfach, kostete mir aber sehr viele Nerven – und nun sind (hoffentlich) alle gluecklich.

Der Montag hatte es echt in sich, denn am Abend planten Magdalena und ich eine Oracion fuer Paris: #prayfortheworld, denn die Geschehnisse, die sich in Europa zutragen, liessen uns keine Ruhe. Deshalb haben wir uns eine ganz besondere Oracion einfallen lassen, eine Oracion, die ich persoenlich nie vergessen werde.

Diese Woche hatten wir auch wieder Supervision, mit einer bereits hochschwangeren Katherine. Nachdem wir die Stunde beendet hatten, durften wir das erste mal ihren Mann kennenlernen: Ein super lieber, cooler, freundlicher „Teacher“, der uns gleich mit einer „Fist“ (Faust) begruesste.

Jeder der es noch nicht weiss: der Advent steht kurz vor der Tuere und fuer uns Volos heisst das ziemlichen Stress, denn wir muessen/duerfen fuer die Kinder im Apoyo, die bald Sommerferien (!) haben, Weihnachtsstunden vorbereiten. Deshalb nahmen wir uns einen Nachmittag frei, den wir fuer die Planung dieser Stunden hernahmen. Ausserdem bekommen alle Familien ein Budget von FAMUNDI zur Verfuegung gestellt, das sie fuer Weihnachtseinkaeufe aller Art verwenden duerfen. Wir Volos gingen also diese Woche mit den Muettern einkaufen, denn das Geld bekommen sie natuerlich nicht „Bar“ auf die Hand gedrueckt.

Und noch etwas schoenes geschah diese Woche – RIKI kam spontan frueher von ihrer Reise zurueck. Wir freuen uns sehr, dass wir ab jetzt wieder ein dreier-Team sein koennen.

Weiters ueberraschten wir diese Woche eine Mutter, die Geburtstag hatte, mit einem Kuchen. Sie freute sich so sehr, dass sie zu weinen begann und uns gleich auf ein Coca Cola einlud.

Am Wochenende besuchten wir mit der Familie von Rosmeri eine Tanzauffuehrung von Fernanda. Anfangs wussten wir gar nicht sorecht, was uns erwartet, aber es stellte sich heraus, dass wir eine Vorfuehrung von den verschiedenen Nationaltaenzen boliviens bekamen und die dazugehoerigen Trachten wurden auch getragen. Ich persoenlich finde viele Taenze wunderschoen, andere aber auch sehr komsich und auch in Sachen Mode, war ich nicht ganz sicher, ob mir alle so gefaellt. Trotzdem druecken die verschiedenen Taenze, Trachten und die Musik sehr viel ueber die Kultur und das Leben der Menschen aus.

Eigentlich waere auch ein Retiro der Jugendlichen fuer Samstag geplant gewesen, doch leider kam kein einziger Jugendlicher und so mussten wir ziemlich enttaeuscht und traurig das Einkehrwochenende absagen.

Damit dieser Voloblog nicht negativ endet, gibt es zum Schluss noch eine kleine, witzige Neuigkeit zu erzaehlen: Unser FAMUNDI Haus beherbergt jetzt einen Papageien. Mitte der Woche kamen wir nichtahnend nach Hause und dann brachte Fernando einen Papageien mit nach Hause. Angeblich sind diese Art von „loros“ sehr gespraechig, deshalb bin ich schon gespannt, wie sich das ganze entwickelt.

Über Anna-Maria Marschner

Gründerin und Obfrau von FAMUNDI

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Santiago